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Eine Reise nach Australien planen - Rund um Post & Geld


Große Fragen- & Antwortsammlung

zusammengestellt von Moritz Giebel

 

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In dieser großen Sammlung von Fragen & Antworten haben wir alles Wichtige über Kreditkarten, australische Banken und vieles mehr zusammengestellt.

Kann ich mit einer deutschen EC-/Maestro-Karte in Australien Geld abheben?

Ja. Es gibt keine deutschen Maestro-Karten, mit denen man in Australien kein Geld abheben kann. Wichtig ist das Maestrozeichen auf der Karte. Zeigt der ATM (Geldautomat) in Australien ebenfalls das Maestrologo, kann man dort mit seiner deutschen EC-Karte Geld abheben.
Auch wenn der ATM nur das „Star"-Logo zeigt (das ist das System in Australien), funktioniert es eigentlich immer, auch im hintersten Outback.
Hat die Karte ein Maestrologo, sollte man damit auch in vielen Geschäften bezahlen können (behauptet maestro.de). Erfahrungen der Reisebine-Leser zeigen jedoch, dass man sich darauf nicht verlassen sollte. In vielen Fällen gab es da Probleme.

geld-abheben-300Einzelne Geldinstitute haben das Abhebelimit für EC-Karten im Ausland für ihre Kunden auf null gestellt (Juli 2011). Mit dieser Vorgehensweise möchten sie das so genannte „skimming", d.h. Ausspionieren der Kartendaten vermeiden, vor dem Kunden sich immer mehr in acht nehmen müssen. Die Idee scheint zwar im Sinne der Kunden, diese wurden aber leider nicht ausreichend darüber informiert.
Deshalb wird allen Travellern empfohlen, eine Kreditkarte mitzunehmen und so auf unterschiedliche Zahlungsvarianten zu setzen. Außerdem sollte man sich vor Reiseantritt bei seiner Bank erkundigen, ob eine Entsperrung der EC-Karte notwendig ist.

Hinzu kommt, dass EC-Karten, die nicht das Maestro-Logo, sondern das neu entwickelte "V Pay" Logo haben, von Lesegeräten außerhalb der EU nicht erkannt werden, da ihnen eine andere Chiptechnologie zugrunde liegt. Davon betroffen seien lt. Stiftung Warentest vor allem Kunden der Postbank, die den kompletten Kartenbestand auf "V-Pay" umgestellt hat.

Was kostet das Geldabheben mit der EC-Karte am Automat in Australien?

SEB WestPac 750Das Abheben mit der deutschen Maestro-Karte (EC-Karte) im Ausland kostet zwischen 3,50 € und 5,50 € (je nach deutscher Bank). Deshalb sollte darauf verzichtet werden, kleinere Beträge abzuheben.

Sonderfälle:

  • Das Abheben von einem Konto der "Deutschen Bank" an einem Bankautomaten (ATM) der "Westpac" ist kostenlos! (siehe Foto rechts)
  • Mit dem Sparkonto "SparCard direkt" der Postbank sind bis zu 4 Auslandsabhebungen pro Jahr entgeltfrei.

Welche Banken gibt es in Australien?

In Australien gibt es vier große Banken, die in jedem größeren Ort zu finden sind.
Das sind:

  • Westpac (in manchen Bundesstaaten anderer Name, aber gleiche Bank, zu erkennen am roten „W")
  • Commonwealth Bank
  • ANZ (steht für Australia And New Zealand Banking Group)
  • NAB (steht für National Australia Bank)
     

Besonders Westpac und Commonwealth Filialen findet man nahezu überall. Geldautomaten gibt es in vielen kleinen Orten.

Wie bekomme ich ein Bankkonto in Australien?

Ein Bankkonto kann jeder in Australien eröffnen. Auch Reisende, die nur einen begrenzten Zeitraum in Australien verweilen. Einfach zur ausgewählten Bank gehen und am Schalter die Eröffnung eines Bank Accounts beantragen. Dazu benötigt man nur einen Reisepass, mehr nicht.

Normalerweise bekommt man innerhalb einer Woche die Bankkarte und die Geheimzahl (getrennt!) an eine Adresse seiner Wahl zugeschickt (möglich sind: Hostel- oder Hoteladresse, der Mojoknows Postbotenservice). In einigen großen Filialen kann man seine Karte auch sofort mitnehmen.

Wie kann ich günstig Geld von Deutschland nach Australien überweisen?

Kurz gesagt: Günstig über die eigene Bank in Deutschland gar nicht! Eine Auslandsüberweisung ist selten günstig. Die Kosten für eine Auslandsüberweisung variieren extrem und sind abhängig von den auf beiden Seiten beteiligten Banken. Die Kosten reichen von etwa 18,00 € (z.B. Postbank, Comdirect) bis zu astronomischen 45,00 € (Deutsche Bank, Sparkasse)! Hier also genau informieren.

Eine günstige Möglichkeit Geld von Deutschland zu überweisen ist jedoch Transferwise, dort liegen die Gebühren bei Überweisungen bis 1500€ unter 10€, weitere Details findest du  hier.

Wie bekomme ich mein Geld auf das australische Konto?

Wie oben beschrieben, scheidet eine Überweisung aus Kostengründen bei den meisten deutschen Banken aus.
Die günstigste Variante ist, in Australien mit der deutschen Maestro-Karte (EC-Karte) an einem Geldautomaten Geld abzuheben, danach direkt an den Schalter zu gehen und das gerade abgehobene Geld sofort wieder auf das eigene, australische Konto einzuzahlen. Das kostet nur die Abhebegebühr von etwa 5 €.

  • Sonderfall:
    Die  Comdirect Bank sowie die DKB bieten kostenlose Konten an, bei denen man eine Kreditkarte bekommt, mit der man kostenlos an Geldautomaten weltweit Geld abheben kann. Verfährt man wie oben beschrieben und zahlt sein Geld sofort am Schalter der australischen Bank auf sein Konto ein, hat die ganze Aktion keinen Cent gekostet.
    Alle Infos dazu findest Du auf unserer Seite: "Kostenlos in Australien Geld abheben".

Welche Kreditkarten gibt es?

Die beiden größten sind Mastercard und Visa. Außerdem gibt es noch American Express (Amex) und Diners Club, neben mehreren anderen. Amex und Diners werden in Australien allerdings nur sehr spärlich akzeptiert.

Am einfachsten ist es, eine Mastercard oder Visa-Karte bei der Hausbank zu Hause zu beantragen. Es gibt sie einzeln, aber auch im "Doppelpack" (Master & Visa).
Der Partner oder die Eltern können auch eine Partnerkarte beantragen, sollte man nicht über das nötige Einkommen verfügen und deshalb von der Hausbank abgelehnt werden. Mit Partnerkarten hat man Zugriff auf dessen/deren Konto.

Mastercard und Visa sind in Australien (und weltweit) etwa gleich weit verbreitet. Ein Geschäft, das Mastercard akzeptiert, nimmt normalerweise auch Visa und andersherum. Entscheiden sollte man sich daher für die Karte, die man günstiger oder einfacher bekommt.

Wo gibt es Kreditkarten günstig (geringe oder gar keine Gebühr)?

Die schiere Masse an Banken macht es unmöglich, einen kompletten Überblick über alle Kreditkartenmöglichkeiten zu bieten. Deshalb ist dies nur als kurze Übersicht ohne Anspruch auf Vollständigkeit zu verstehen – ein sehr genaues Vergleichen der Konditionen bei jedem Angebot sollte selbstverständlich sein!
Es gibt mehrere Möglichkeiten, eine Kreditkarte zu bekommen.
 

Die Hausbank:

Dies ist in den meisten Fällen auch die teuerste aller Möglichkeiten, mit Jahresbeiträgen zwischen 20 und 100 Euro, abhängig von der Bank, dem Girokonto und den Leistungen der Kreditkarte.
Bei diesen Angeboten sind häufig auch schon einige Versicherungen enthalten, wie beispielsweise eine Reiserücktrittskosten-, Auslands-Reisekrankenversicherung und ähnliches. Dies hat dann aber eben auch seinen Preis.

Studenten und junge Leute (meist bis 26 Jahren) haben es deutlich einfacher, eine Kreditkarte günstig zu bekommen. Es gibt Anbieter mit geringen Kosten, und komplett kostenlose Kreditkartenanbieter, zusätzliche Leistungen wie Versicherungen sind hier aber meist nicht enthalten.
Zu den günstigen Anbietern mit Jahresbeiträgen von etwa 5 bis 10 Euro gehören z. B. die Deutsche Bank, Postbank und viele andere Institute. Oft ist das erste Jahr auch völlig kostenlos.
 

Kostenlose Kreditkarten:

Komplett kostenlose Kreditkarten bekommt man beispielsweise bei der Comdirect Bank (nähere Beschreibung dazu bei  Reisebine) und der Commerzbank (in Verbindung mit einem Jugendkonto).
Auch Karstadt und die DKB (nähere Beschreibung dazu bei  Reisebine) bieten eine komplett kostenlose Kreditkarte an.

Aber Achtung: Kostenlos bedeutet nicht, dass der Einsatz der Karten generell umsonst ist! Zu den Gebühren beim Einsatz einer Kreditkarte im Ausland siehe weiter unten.

Was sind Direkt-Karten:

In den letzten Jahren sind Direkt- oder so genannte Debit-Karten sehr beliebt geworden. Der Unterschied zu einer richtigen Kreditkarte liegt hier im Zeitpunkt der Abrechnung. Während Kreditkarten nur einmal im Monat abgerechnet werden und außerdem die Möglichkeit bieten, den Betrag in Raten zu bezahlen, wird das Konto bei Direkt-Karten sofort belastet. Eine Direkt-Karte funktioniert also sehr ähnliche wie eine Maestrokarte, die in jedem Girokonto enthalten ist, mit dem Unterschied, dass Direkt-Karten ein Visa-Logo haben und man mit ihnen wie mit einer Kreditkarte zahlen kann. Beim Bezahlvorgang selbst gibt es keinen Unterschied zwischen einer richtigen Kreditkarte und einer Direkt-Karte. Zu einer Direkt-Karte gehört aber immer ein eigenes Konto, dass zum Zeitpunkt der Bezahlung über die benötigte Deckung verfügen muss. Es ist also nicht möglich, auf Kredit zu kaufen, das Geld muss bereits auf dem Konto sein!

Angeboten werden Direkt-Karten kostenlos zum Beispiel von der ING-DiBa, der Comdirect Bank. und der DKB. Bei der Comdirect und der DKB ist außerdem die Benutzung aller Geldautomaten weltweit kostenlos.

Siehe unsere Tipps unter:  Kostenlos Geld abheben im Ausland.

Was kostet mich der Einsatz der Kreditkarte im Ausland?

Kosten entstehen bei jeder Form von Kreditkarte durch die Nutzung außerhalb des €urogebietes. In den meisten Fällen liegen diese Kosten zwischen 1% und 3% des Umsatzes pro Einsatz. Die Unterschiede können je nach Bank groß sein, vergleichen lohnt sich!
Geldabheben an einem Bankautomaten sollte man mit der Kreditkarte besser nicht. Die Gebühren hierfür sind wesentlich höher (oft mindestens 10 €) als das Geldabheben mit der deutschen Maestrokarte.

Allerdings gibt es auch hier Ausnahmen: Einige Banken bieten Kreditkarten an, mit denen weltweit kostenlos Geld an Automaten abgehoben werden kann. Dies sind derzeit zum Beispiel die DKB und die Comdirect Bank.

Siehe unsere Tipps unter:  Kostenlos Geld abheben im Ausland.

Muss man Kreditkarten überhaupt mitnehmen?

Zwingend notwendig sind Kreditkarten sicherlich nicht, aber sie vereinfachen das Leben enorm. Die meisten Tourunternehmen, Hotels & Hostels verlangen bei Buchung im Internet oder per Telefon (aus gutem Grund) die Kreditkartendetails als Sicherheit. Generell wird bei nahezu allen Buchungen im Internet eine Kreditkarte benötigt. Auch Reisebüros nehmen zum Buchen von Flügen oder Touren oft lieber Kreditkarten als Bargeld.

Was muss ich beim Einsatz der Kreditkarte im Ausland noch beachten?

Stiftung Warentest macht Kreditkartennutzer darauf aufmerksam, dass es zu Problemen kommen kann, wenn man seine Kreditkarte das ganze Jahr über nie und dann plötzlich im Urlaub vermehrt benutzt. In solchen Fällen kann es aus Sicherheitsgründen zu Kartensperren kommen, da im Hintergrund der Kartenabrechnung Programme laufen, die ungewöhnliche Umsätze aufzeichnen. Darum wird in diesen Fällen empfohlen, seine Bank über einen geplanten Urlaub zu informieren.

Wie viel Geld braucht man für die ersten Tage und wie soll man es mitnehmen?

Auf allen internationalen Flughäfen gibt es Geldautomaten (ATMs), bei denen man sofort nach Ankunft mit der deutschen Bankkarte problemlos Geld abheben kann.
Wer keine EC-Karte hat oder mitnehmen möchte, oder Angst hat, den Geldautomaten am Flughafen nicht zu finden, der kann einen gewissen Betrag für die unmittelbare Zeit nach der Ankunft bereits in Deutschland tauschen (etwa 100 A$ o. ä.), damit man die Bahn/Shuttle/Bus/Taxi in die Stadt bezahlen kann.

Es lohnt sich allerdings nicht, deutlich größere Beträge in Deutschland vorab zu tauschen. Es ist meist günstiger, das Geld am Automaten in Australien abzuheben, da die Umrechnungskurse dann deutlich besser sind als beim Bargeldumtausch in Deutschland.

Wie bewahre ich Bargeld, Pass, Karten und Cheques am besten auf?

Im Prinzip nicht anders als zu Hause auch. Kredit- und Bankkarten könnten einfach im Geldbeutel transportiert werden, wie man es in Deutschland auch machen würde. Man sollte aber natürlich, wie immer auf Reisen, nicht zu Sorglos mit seinem Besitz umgehen, allein schon, weil die Wiederbeschaffung sehr schwierig wird und mit viel Aufwand verbunden ist.

Übrigens ist der alte Trick, den Geldbeutel über Nacht unterm Kopfkissen zu verstecken, auch bei Dieben bekannt. Und manche schaffen es sogar, ihn zu klauen, bevor der Betreffende aufwacht.
Einen etwas besseren Schutz bietet das Verstecken im Kopfkissenbezug. Die sicherste Aufbewahrung über Nacht ist aber der abschließbare Schrank im Zimmer, den es in vielen Hostels gibt (hierfür ist oft ein eigenes Schloss notwendig!). Eine weitere, sehr sichere Möglichkeit ist der Travelsafe

Wie kann ich am einfachsten Euro in Australian Dollar umrechnen?

Um Preise in Australien/Neuseeland mit denen zu Hause vergleichen zu können, ist es ganz sinnvoll, wenn man gelegentlich den Umtausch-/Wechselkurs kontrolliert.
Beim Umrechnen helfen Währungsrechner wie der der  Currency Converter.
Empfehlenswert ist auch die Seite der Europäischen Zentralbank, die die Wechselkurse des Euro zu vielen anderen Währungen tagesaktuell anzeigt (Australian Dollar = AUD => mittleres Drittel in der Tabelle).

Beachten sollte man aber, dass die tatsächlichen Wechselkurse oft vom offiziellen Kurs abweichen. Die größten Abweichungen gibt es beim Umtausch von Bargeld, den besten Kurs bekommt man beim Umrechnen von Abhebungen an Automaten.

 

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© Foto: Sebastian Hopf
aktualisiert: Juni 2017 / AL

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