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MacDonnell Ranges
TNT GlenHelenSmallGorge 1300© Foto: Tourism Northern Territory / Jackson Groves (Glen Helen Gorge)

Highlights im Northern Territory

Faszinierende Schluchten in der Nähe von Alice Springs - und jede ist anders

zusammengestellt von Rubina Varago

 

Jeder, der das rote Zentrum Australiens besucht, möchte unbedingt den Uluru sehen. Verständlich! Dabei gibt es in der Nähe von Alice Springs etwas viel Beeindruckenderes zu entdecken, es ist nur nicht so bekannt: Die grandiosen MacDonnell Ranges liegen rechts und links der Stadt und warten mit mehr atemberaubender Landschaft auf, als sie der Uluru bieten kann.

Mehrere Schluchten reihen sich wie Perlen einer Kette entlang der Range nebeneinander auf. Dabei ist jede Schlucht anders. Die eine eng, die andere breiter, die eine mit Wasserfall, die andere ohne.

Die West MacDonnell Ranges im Tjoritja-West MacDonnell National Park erstrecken sich über 161 km westlich von Alice Springs. Hier prägen Schluchten und Höhlen das Areal, in denen sich viele Wildtiere und –pflanzen verstecken. Viele Wanderwege stehen zur Verfügung. Einer der beliebtesten ist der Larapinta Trail, ein 223 km langer Wanderweg, der in 12 Stationen unterteilt ist.

Die East MacDonnell Ranges liegen 100 km östlich von Alice Springs und bieten eine atemberaubende Landschaft. Sie spielen eine bedeutende Rolle für die Aboriginals, bzw. die Arrernte Stammesmitglieder, die seit Zehntausende von Jahren in dieser Gegend leben. Die East MacDonnell Ranges werden nicht so oft besucht wie die West MacDonnell Ranges, was jedoch nicht an ihrer mangelnden Faszination liegt, sondern eher daran, dass sie bei Reisenden noch weitestgehend unbekannt sind.

Simpsons Gap

Das markante Simpsons Gap ist eine beeindruckende "Lücke" in den West MacDonnell Ranges und zieht jährlich viele Besucher an. Das Wasserloch (ein so genannter Billabong) führt ganzjährig Wasser und bietet die großartige Möglichkeit, einheimische Wildtiere wie Felsenkängurus zu beobachten. Aber Achtung: Die beste Zeit für diese Beobachtung sind die Morgen- und die Abenddämmerung.

Rund um das Simpsons Gap gibt es ausgezeichnete Wanderwege, auf denen man ebenfalls, wenn man Glück hat, die kleinen schwarzfüßigen Felswallabies, die sich im Bereich der Schlucht angesiedelt haben, beobachten kann.

 

# Anfahrt & Übernachtung

Das Simpsons Gap liegt 18km westlich von Alice Springs und kann über den Larapinta Drive erreicht werden. Die Straße ist asphaltiert und kann somit problemlos auch ohne Geländewagen befahren werden.

Camping ist nicht erlaubt.

 

Standley Chasm

Das Standley Chasm ist eine der größten Attraktionen in der Nähe von Alice Springs. Die Schlucht liegt den größten Teil des Tages im Schatten, ändert jedoch gegen Mittag ihre Farbe, wenn die Sonne direkt darüber steht. Daher kommen die meisten Besucher auch zu dieser Tageszeit hierher.

Der Zugang zur dramatischen, 80 m hohen, steilen Felswand erfolgt zu Fuß über einen gut gepflegten Pfad (1,2 km) und dauert ca. 15 Minuten pro Strecke. Der Weg ist recht einfach und es gibt Sitzgelegenheiten unterwegs. Es gibt auch geführte, halbtägige Touren mit einem indigenen Guide, die um 09:00 Uhr beginnen und die man vort Ort buchen kann.

 

# Anfahrt & Übernachtung

Das Standley Chasm Gap liegt 40 Autominuten westlich von Alice Springs und kann über den Larapinta Drive erreicht werden. Die Straße ist asphaltiert und kann somit problemlos auch ohne Geländewagen befahren werden.

Geöffnet ist das Standley Chasm täglich von 8.00 - 16:30 Uhr (letzter Einlass). Das Gebiet ist in privatem Besitz der indigenen Western Arrernte People und daher nicht rund um die Uhr zugänglich. Es wird ein Eintrittspreis von 12 A$ erhoben (Kinder zahlen weniger).

Auf dem Gelände gibt es auch die Möglichkeit zu campen (ab 18 A$) oder in seinem Campervan zu übernachten (ab 23,50 A$ / Person).

 

Ellery Creek Big Hole

Das Ellery Creek Big Hole ist ein Riesenwasserloch im mächtigen Ellery Creek. Das Loch entstand durch unzählige Überschwemmungen und man kann bis heute darin baden. Ein tolles Erlebnis, zwischen Felswänden inmitten der Natur in einem Wasserloch schwimmen zu gehen.

 

# Anfahrt & Übernachtung

Das Ellery Creek Big Hole liegt 92km westlich von Alice Springs. Die Anfahrt dorthin erfolgt über den asphaltierten Namatjira Drive, der vom Larapinta Drive abzweigt.

Die Gegend um das Ellery Creek Big Hole ist ein beliebter Picknick- und Campingplatz.

 

Serpentine Gorge

Die Serpentine Gorge verdankt ihren Namen der serpentinenartigen Form der Schlucht, aus der sie besteht. Entlang der zwei Wasserlöcher, die sich je an einem Ende der Schlucht befinden, gibt es fantastische Wanderwege zu erkunden. Von den Aussichtspunkten hat meinen einen tollen Blick über die Landschaft und die Klippen der Gorge.

Zur Trockenzeit ist eines der Wasserlöcher in der Serpentine Gorge das einzige in der Umgebung, das noch Wasser enthält. Zu dieser Zeit kann man wunderbar Vögel beobachten, die sie am Wasserloch sammeln.
 

# Anfahrt und Übernachtung

Die Serpentine Gorge ist, wie das Ellery Creek Big Hole, 92km westlich von Alice Springs gelegen. Auch die Gorge erreicht man über den Namatjira Drive.

Zum Campingplatz, der in den 3km entfernten Serpentine Chalet-Ruinen liegt, gelangt man nur über eine Schotterpiste. Hier wird ein Geländewagen empfohlen.

 

Glen Helen Gorge

Die spektakuläre Gorge liegt rund 130 km von Alice Springs entfernt fast am Ende der West MacDonnell Ranges. Schon von Weitem sieht man die hoch aufragende Sandsteinformation (Foto ganz oben). Hier hat sich der Finke River einen Weg durch die Range gebahnt und einen wunderschönen See geformt, der in heißen Sommermonaten zu einem erfrischenden Bad einlädt.

 

# Anfahrt & Übernachtung

Um die Glen Helen Gorge zu erreichen, folgt man dem Namatjira Drive von Alice Springs aus 132 km in Richtung Westen. Die Straße ist bis zur Glen Helen Lodge (jetzt Discovery Parks Glen Helen) asphaltiert. Von dort ist es ein bequemer Spaziergang zur Gorge.

Die Glen Helen Lodge in der Glen Helen Gorge war die einzige Übernachtungsmöglichkeit in dieser Gegend. Sie wurde im August 2020 geschlossen und wechselte ein Jahr später den Besitzer. Die neuen Eigentümer, die "Discovery Parks", haben das Anwesen umgebaut und in "Discovery Parks Glen Helen" umbenannt.

Alles, was man in dieser einsamen Gegend benötigt, findet man hier: Unterkünfte in Schlafsälen und Motel-Zimmern, einen Campingplatz für Zelte und Camper, ein Restaurant, einen Swimmingpool und einen kleinen Shop.

Wer hier in der Hochsaison, also zwischen Juni und September übernachten möchte, sollte mind. 3 Monate im voraus buchen.

 

Ormiston Gorge

Die Ormiston Gorge zeigt die eindrucksvolle Erdentstehung der Ranges und hat ein tiefes Wasserloch, in dem man baden kann. Geformt wurde die Gorge vom Ormiston River.
Bei Sonnenschein leuchten die Felswände in den verschiedensten Farben. Dieses spektakuläre Naturschauspiel ist auf das unterschiedliche Mineralgehalt der Gesteine zurückzuführen.
Besonders zu empfehlen ist ein Walk zum Ghost Gum Lookout, von dem man einen grandiosen Ausblick auf die Landschaft genießen kann.

 

# Anfahrt & Übernachtung

Zuerst folgt man dem Namatjira Drive wieder in Richtung Westen. Nach ungefähr 127km gelangt man an eine Abzweigung, die zur Gorge führt. Die letzten 8 km sind Schotterpiste und ein Geländewagen ist zu empfehlen.

Übernachten kann man auf einem Campingplatz, der über Duschen und Toiletten verfügt.

 

Redbank Gorge

Die Redbank Gorge erstreckt sich in der spektakulären Landschaft rund um den Mount Sounder.
Highlights an diesem Ort sind zum einen die kleine Schlucht an der schmalsten Stelle der Gorge, und zum anderen einige ständig gefüllte Wasserlöcher zwischen den Schluchten.
Die Redbank Gorge ist wegen ihrer tiefen Schluchten ein besonderer Schutzraum für bedrohte Pflanzen- und Tierarten.

 

# Anfahrt & Übernachtung

Die Redbank Gorge liegt am weitesten westlich von Alice Springs. 165 km muss man insgesamt zurücklegen. Zuerst fährt man über den Namatjira Drive, dann für 20 km auf einer Schotterpiste und zum Schluss auf einer schwierigen Strecke, bis man die Gorge erreicht. Hier ist es unbedingt nötig, gerade wegen des letzten Abschnittes, mit einem Geländewagen zu fahren.

Übernachten kann man auf einem Campingplatz in der Nähe.

 

Touren zu den MacDonnell Ranges

Es gibt eine ganze Reihe von Touren zu den MacDonnell Ranges, die allesamt in Alice Springs starten. Sie gehen jedoch entweder zu den Western oder zu den Eastern MacDonnell Ranges, eine Kombination gibt es nicht.

Man sollte unbedingt eine Tages- und keine Halbtagestour buchen, denn es gibt viel zu sehen und die verschiedenen Schluchten benötigen alle etwas Zeit, um sie zu erkunden.
 

 

Links & Infos

 
© Fotos von oben nach unten: Tourism Northern Territory / Jackson Groves, Shaana McNaught, Carmen Huter, Mark Fitzpatrick, The Salty Travellers, Salty Aura, Jess Cardwell & Luke Riddle, All About Adventure
aktualisiert: 07/22 (sab)
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